Ein häufiger Irrtum: Wenn ein Auftrag gut ist, müssten drei großartig sein. Zu viel Öl bleibt klebrig, zieht Staub magisch an und härtet schlecht aus. Besser sind dünne, sorgfältig einmassierte Schichten mit ausreichend Zeit zum Abnehmen von Überschuss und zum Trocknen. Teste an verdeckter Stelle, beobachte die Sättigung, und arbeite in Ruhe. So entsteht Schutz von innen heraus, mit schöner Tiefe, statt oberflächlicher Glanz, der die Haptik ruiniert und Pflege erschwert.
Hausmittel klingen charmant, doch Säure kann empfindliche Oberflächen stumpf machen oder Fugen angreifen. Verwende Essig nur stark verdünnt und nie auf kalkhaltigen Steinen oder seifengeöltem Holz. Zitrone entfernt Gerüche, kann aber nun einmal auch finishspezifische Schäden verursachen. Nimm neutrale Reiniger, probiere sparsam mit Mikrofasertüchern, und arbeite immer von mild zu stärker. Wenn Zweifel bleiben, frage beim Hersteller nach Pflegefreigaben. Ein kleiner Anruf spart oft große Reparaturen und vermeidbaren Frust.