Beim selektiven Rückbau werden Balken, Ziegel, Fenster und Beschläge behutsam gesichert, statt achtlos entsorgt. Sprich frühzeitig mit Abbruchfirmen, um Entnahmetermine, Sortierung, Mengen und Preise zu koordinieren. So erhältst du strukturtragende Hölzer, historische Ziegel mit Charakter oder Gussradiatoren inklusive Herkunftsnachweis. Sicherheit hat Priorität: Schutzkleidung, belastbare Palettierung und klare Zuständigkeiten verhindern Schäden. Ein gutes Abkommen spart Entsorgungskosten, senkt Emissionen und verleiht den Stücken eine Geschichte, die später in deinem Projekt greifbar bleibt.
Baustoffbörsen, Flohmärkte, Theaterfundusse und Museumsdepots bergen stapelweise Türen, Geländer, Blechtafeln, Parkettleisten oder Glas. Prüfe Chargengrößen, Maße, Verzug und Verfügbarkeit von Ergänzstücken, um spätere Lücken zu vermeiden. Frage nach Vorbesitz, Nutzung und Lagerbedingungen, denn Feuchte, Salz oder Öle beeinflussen die Verarbeitung. Achte auf Rückgaberegeln, damit Fehlkäufe kein Budget verschlingen. Dokumentiere Fundorte und Konditionen, um Transparenz im Team zu schaffen, und fotografiere Markierungen, Stempel sowie Beschläge für spätere Zuordnung bei Planung, Ausschreibung und Montage.
Online-Plattformen, Material-Exchange-Boards, kommunale Ressourcenportale und zirkuläre Netzwerke melden laufend verfügbare Restposten, Prototypen, Musterkollektionen oder Überbestände aus Industrie und Bau. Richte Suchagenten ein, speichere Favoriten und nutze Filter für Region, Zustand, Zertifikate und Menge. Lokale Handwerksbetriebe, Reparaturcafés und Hochschullabore wissen oft, wann Werkstätten umstellen und hochwertige Materialien abgeben. Sei fair bei Preisverhandlungen, organisiere Sammeltransporte mit Partnern und dokumentiere die Herkunft, damit später Nachweise für Förderungen, Gewährleistung und nachhaltige Berichterstattung gesichert sind.