Eiche mit ihren Poren und Tanninen verhält sich anders als Ahorn, Buche oder Kiefer. Weichhölzer saugen oft ungleichmäßiger und profitieren von fein abgestuften Schliffbildern, während dichte Harthölzer langsamer Öl aufnehmen. Hirnholz trinkt stark; hier helfen Vorbenetzung und geduldiges, mehrmaliges Abnehmen des Überschusses. Harzreiche Bereiche in Nadelholz sollten entfettet werden, damit das Öl sauber greift. Ein kleines Probestück klärt, wie stark die Farbe anfeuert, ob Flecken drohen oder zusätzliche Zwischenschliffe nötig sind. So steuerst du Tiefe, Gleichmäßigkeit und den späteren Wartungsaufwand sehr gezielt.
Beginne mit einer passenden Körnung, etwa 120 oder 150, und arbeite dich schrittweise bis 180, 220 oder 240 vor, je nach Holz und gewünschter Haptik. Jeder Schliff entfernt die Spuren des vorherigen, deshalb sind gleichmäßige Bahnen, frische Schleifmittel und staubfreies Arbeiten entscheidend. Kanten leicht brechen verhindert, dass Finish dort zu schnell abgetragen wird. Ein leichtes Anfeuchten hebt Fasern an, die du nach dem Trocknen nochmals fein abnimmst. Am Ende sorgen fusselfreie Tücher und eine saubere Werkbank dafür, dass keine Partikel die Oberfläche beeinträchtigen.